Mein Entschluss "einfach abzuhauen"
Mein Entschluss "einfach abzuhauen" und wie man sich darauf vorbereitet
Seit ich 13 oder 14 war wusste ich, ich muss nach der Schule ein Jahr raus hier! Mir war nur noch nicht ganz klar wie... In meinem Kopf habe ich verschiedene Sachen geplant und wieder über Bord geworfen, denn irgendwie war das alles noch zu weit weg und zu unwirklich. Den Eltern und Freunden hat man das damals schon erzählt, es wurde aber noch nicht wirklich ernst genommen oder eher belächelt. "Ja klar, ein Jahr weg - jetzt schau doch erst mal wie das ist wenn du fertig mit der Schule bist."Eines war schon immer klar: Englischsprachig sollte es sein. Französisch war noch nie wirklich meins und Spanisch hatte ich nie. Was ich auch mit absoluter Sicherheit wusste war, dass ich arbeiten möchte in meinem Jahr auswärts.
Dieses Ding mit dem Auslandsjahr hatte sich also seit ich 13 war in meinem Kopf festgesetzt und wollte da einfach nicht mehr raus. Daraufhin habe ich dann am Anfang der 12. Klasse begonnen, mich zu informieren, was für mich passen könnte bezüglich Organisationen etc.
Als dann mein letztes Jahr in der Schule anfing - die 13. Klasse - habe ich mich dazu entschlossen einen Freiwilligendienst bei den Freunden der Erziehungskunst Rudolf Steiners zu machen und mich bei verschiedenen Einsatzstellen in den verschiedensten englischsprachigen Ländern beworben. Nach ein paar Monaten und Skype-Gesprächen später habe ich dann nach Dokumentenaustausch und verschiedenen Formalitäten eine Zusage bekommen. Über diese habe ich noch ein paar Tage nachgedacht und mich dann dazu entschlossen sie anzunehmen. Die Freude war natürlich riesig jetzt endlich alles in trockenen Tüchern zu haben und genau zu wissen: In ein paar Monaten bist du wirklich für ein ganzes Jahr weg! Aber da hatte ich noch nicht bedacht, was man vorher noch alles beachten und erledigen muss.
Die Vorbereitungen im Allgemeinen
Die Vorbereitungen haben sich ab der Zusage ziemlich in die Länge gezogen. Da ich nach Nordirland gehe musste ich kein Visum beantragen, allerdings einen Reisepass (was sich übrigens immer lohnt wenn man länger in einem anderen Land bleibt) und natürlich, was in diesem Moment das wichtigste überhaupt war, meinen Vertrag mit der Einsatzstelle und mit den Freunden unterzeichnen.Danach ging es natürlich daran, den Flug zu buchen, was die Vorfreude noch mehr gesteigert hat, weil man jetzt auch ein festes Datum hatte, wann das ganze denn los geht. Mein zusätzliches Problem war, dass ich natürlich um alles in der Welt mein Saxophon mitnehmen wollte. Ein Jahr ohne Musik geht gar nicht. Das Problem hat sich gelöst, es hat einen eigenen Sitzplatz im Flieger und fliegt direkt neben mir, dann weiß ich auch dass es nicht kaputt geht.
Und dann ging es auch schon weiter mit den Vorbereitungen: rausfinden, wie "da oben" das Klima ist, damit man weiß was man einpacken sollte und was man zuhause lassen kann. Schauen was ich für Kleidung für die Arbeit brauche, letzte Dinge einkaufen die vielleicht noch wichtig sein könnten.
Im Anschluss daran versuchen Packlisten zu schreiben - schwierig für ein Jahr, da man wirklich KEINE Ahnung hat, was man lieber hier lassen sollte - und in meinem Fall noch relativ leichte Koffer suchen, damit auch so viel Gepäck wie möglich rein passt.
Über mein Vorbereitungsseminar und meine Einsatzstelle berichte ich euch dann im nächsten Post!
Viel Spaß beim durchlesen und bis dann
eure Jovana
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